Was die Produktpflege bei MacBook Pro und 5k-iMac für die WWDC bedeutet

Das Gerücht ist tatsächlich Realität geworden: Apple hat neue Modelle des 15-Zoll MacBook Pro mit Retina-Display sowie eine Aktualisierung des 5k-iMacs mit 27-Zoll vorgestellt. Und das knappe drei Wochen vor dem Beginn der WWDC.

Mit ForceTouch, ohne Broadwell

Dem 15-Zoll-MacBook-Pro spendiert Apple zunächst das bereits beim Modell mit 13 Zoll eingeführte ForceTouch-Trackpad. Dieses neue Trackpad bietet mit seiner Taptic Engine haptisches Feedback auf Klicks, obwohl keine mechanische Taste mehr unterhalb des Trackpads liegt – und das über die gesamte Fläche des Trackpads. Daneben reagiert das neue Trackpad auch auf verschieden starken Druck, sodass beispielsweise ein Drei-Finger-Tipp (z.B. zum Nachschlagen eines markierten Wortes im Safari-Browser) über einen stärkeren Klick ausgeführt werden kann. Auf diese Art lässt sich die Trackpad-Eingabe auf vollkommen neue Art und Weise individualisieren.

Zusätzlich verbaut Apple im aktualisierten MacBook Pro Retina 15-Zoll schnelle CPU’s (aus der auslaufenden Haswell-Generation, nicht aus der neuen, noch nicht verfügbaren Broadwell-Generation) sowie deutlich schnelle SSD-Module. Diese sollen nach Herstellerangaben Durchsatzraten von bis zu 2,0 GB/s erreichen und bis zu 2,5 mal schneller sein, als im Vorgängermodell. Auch an der Akkulaufzeit will man in Cupertino gearbeitet und mit insgesamt etwa 9 Stunden beim Abspielen eines Films eine zusätzliche Stunde Laufzeit aus den Batterien gequetscht haben. Das Top-Modell der neuen, aktualisierten Baureihe erhält zudem eine schnellere dedizierte GPU, die AMD Radeon R9 M370X mit 2 GB GDDR5 Grafikspeicher. Der Startpreis liegt bei 2249,00 Euro, das schnellere Modell mit neuer AMD-GPU liegt bei 2799,00 Euro. Wie immer gibt es auch die Möglichkeit, diverse BTO-Modelle zu konfigurieren. Hier weichen die Preise zum Teil deutlich von den Standard-Modellen ab.

5k-iMac wird billiger

In Sachen iMac diversifiziert Apple seine 5k-Palette und fügt ein neues Einstiegsmodell hinzu. Im Vergleich zum bisher einzigen Modell, das bei 2599,00 Euro eingepreist ist, kostet der neue Einsteiger-5k-iMac „nur“ noch 2299,00 Euro. Er kommt ab Werk mit

  • einer 3,3 GHz Quad-Core Intel Core i5 CPU mit Turbo Boost bis zu 3,7 GHz,
  • 8 GB Arbeitsspeicher (2x 4 GB),
  • 1 TB Festplatte und
  •  der AMD Radeon R9 M290 mit 2 GB Videospeicher.

Der neue iMac kann ab sofort im Apple Online Store und vor Ort gekauft werden. Auch hier sind BTO-Variationen möglich.

Was die neuen Macs über die WWDC verraten

Spannend an den neuen Mac-Baureihen ist für mich nicht die Tatsache, dass Apple Produktpflege betreibt und beispielsweise ForceTouch auch auf das 15-Zoll-MacBook-Pro bringt. Spannend ist vielmehr der Zeitpunkt. In gerade mal drei Wochen (8. bis 11. Juni 2015) startet in San Francisco Apples alljährliche Entwickler-Forum, die Worldwide Developers Conference (kurz WWDC). Auch wenn die Änderungen an den Macs marginal ausfallen, waren solche Produktpflege häufiger schon zumindest Randnotizen von Apple-Keynotes. Dass dieses Mal schon vor der WWDC der Standard-Part abgehandelt wird könnte dafür sprechen, dass Apple heuer eine starke Fokussierung auf Software und SDK’s legen wird und schlicht wenig wertvolle Stags-Time für Mac-Updates opfern möchte.

Mit Blick auf die SDK-Front wird ja gemeinhin erwartet, dass es endlich mehr Informationen rund um HomeKit geben wird und auch – das legt zumindest das an die Form des AppleTV angelehnte Logo der WWDC nahe – ein Drittentwickler-SDK für die Settopbox AppleTV in den Startlöchern steht. Im „Epicenter of Change“ (so der Slogan der WWDC) dürften darüber hinaus auch neue Versionen von OS X und iOS eine Rolle spielen. Welche genau, werden wir in Bälde sehen.

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Nach einem Studium der Geschichtswissenschaften in München landete er zunächst bei der Gamepro, dann als Volontär bei der Macwelt. Inzwischen betreut er auf inhaltlicher Seite die Veranstaltungen der Computerwoche und sorgt dafür, dass die zugehörigen Websites laufen. Privat bloggt er auf Adams Apfel, sportlich gehört sein Herz nur dem FC Bayern.