TwelveSouth HiRise für iPhone und iPad Mini im Test

Nach Alu-Stands für Macbooks, iMacs und Cinema Displays bring TwelveSouth seinen HiRise-Stand auch für das iPhone und das iPad auf den Markt. Praktisch, vor allem, wenn man gerne bastelt.

Flexibel

In Abwesenheit eines Apple-eigenen iPhone-Docks macht man sich natürlich auf die Suche nach einer alternativen Docking- oder Stand-Lösung. Eine spannende und gut funktionierende Variante ist dabei der HiRise vom US-amerikanischen Zubehörhersteller Twelve South. Warum der iPhone-HiRise aber nicht zu 100% überzeugen kann, erfahrt Ihr im Adams-Apfel-Test.

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Mit dem HiRise komplettiert TwelveSouth seinen Reigen an Stands – ebenfalls erhältlich sind nämlich Versionen für iMacs, Cinema Displays und Macbooks.

Zubehör von TwelveSouth steht grundsätzlich im Ruf hochwertig, aber zugleich auch ausgesprochen hochpreisig zu sein – da kann eine Macbook-Hülle schon mal 100 Euro kosten. Der HiRise-Stand für das iPhone, der mit allen Lightning-iPhones (iPhone 5, 5C, 5S, 6 und 6 Plus) sowie den drei iPad Minis kompatibel ist, ist da keine Ausnahme und schlägt mit derzeit knapp 30,00 Euro zu Buche. Große iPad-Modelle wie das iPad Air sind zwar grundsätzlich ebenfalls kompatibel, stehen allerdings nicht sicher, sondern ausgesprochen wackelig auf dem HiRise. Da Apple noch immer sehr zurückhaltend bei der Zertifizierung von Lightning-Zubehör vorgeht, muss sich TwelveSouth für seinen Alu-Stand des mit dem iPhone mitgelieferten Lightning-Kabels bedienen – unter Umständen wird also zusätzlich die Anschaffung eines weiteren Lightning-Kabels nötig.

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Dank verschiedener Clips lässt sich der HiRise an die individuellen Bedürfnisse anpassen.

Um den verschiedenen Hüllen-Geschmäckern der Nutzer gerecht zu werden, ist der HighRise für iPhones und iPads mit drei verschiedenen Clips ausgestattet, die den Lightning-Connector unterschiedlich weit aus dem Stand herausragen lassen. Nutzt man beispielsweise sein iPhone ohne Hülle, wählt man den Clip, bei dem der Connector mit dem Stand abschließt. Liegt das iPhone aber in einer Hülle wie dem BookBook für das iPhone, bei dem der Lightning-Anschluss tiefer in der Hülle liegt, greift man zum zweiten Clip – so steht der Connector ein Stück weit aus dem Stand heraus. So schafft es der Hersteller, die verschiedensten Kombinationen aus iPhone/ iPad und Hülle abzudecken, ohne dass sich Nutzer vorher auf einen Stand festlegen müssen – clever!

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Gut zu sehen: Von unten werden je zwei Schrauben eingesetzt, um die Alu-Bauteile an der Oberseite auszurichten und zu befestigen.

Schick – wenn er denn mal steht

Während der modulare Aufbau in Sachen Flexibilität ein großer Vorteil ist, stellt sich die Bauweise des HiRise als großer Nachteil heraus. Bevor nämlich irgendetwas mit dem Stand passieren kann, muss er erstmal zusammengeschraubt werden. Dabei werden auf die Bodenplatte zwei Alu-Teile geschraubt: Eines kommt nach hinten und stützt das später verbundene Gerät, ein kleineres Teil dagegen kommt nach vorne und dient als Kabelführung. Beide Bauteile werden mit winzigen Schrauben von unten (Mini-Inbus liegt bei) auf dem Standfuß fixiert und müssen dann ausgerichtet werden – mit großen Händen ein Geduldspiel. Zudem scheint bei unserem Testgerät beim Fräsen der Schraublöcher unpräzise gearbeitet worden zu sein, da die Schraube nach dem Festziehen deutlich von Außen zu sehen ist. Angesichts des sinnvollen und durchdachten Konzepts sehr schade.

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Der Standard-Clip im Einsatz.

Einschätzung

TwelveSouth liefert mit dem HiRise für iPhone und iPad Mini einen wohl durchdachten, schicken und flexiblen Stand ab. Die Montage des Bausatzes erfordert allerdings Geduld und ruhige Hände – Eigenschaften, die sicher nicht jedermanns Sache sind. Erhältlich ist der HiRise beispielsweise auf Amazon. Inzwischen hat der Hersteller zudem eine überarbeitete, allerdings auch teurere Version, genannt „HiRise Deluxe„, auf den Markt gebracht. Die Deluxe-Version muss laut Hersteller nicht mehr mit Werkzeug zusammengeschraubt werden, lässt sich leichter anpassen und enthält ein farblich passendes Lightning-Kabel.

Kategorien Test

Nach einem Studium der Geschichtswissenschaften in München landete er zunächst bei der Gamepro, dann als Volontär bei der Macwelt. Inzwischen betreut er auf inhaltlicher Seite die Veranstaltungen der Computerwoche und sorgt dafür, dass die zugehörigen Websites laufen. Privat bloggt er auf Adams Apfel, sportlich gehört sein Herz nur dem FC Bayern.