OS X Yosemite Beta 3 mit Dark-UI im Hands-On

Mit der nun schon dritten Entwickler-Vorschau von OS X Yosemite hält endlich der dunkle Modus Einzug, den Craig „Hairforce One“ Federighi auf der WWDC-Keynote vor einigen Wochen zum ersten Mal gezeigt hat. Neben dieser optischen Spielerei, mit der Apple vor allem Pro-User mit geringer Weißraum-Verträglichkeit adressieren möchte, hat sich im Vergleich zur vorangegangenen Beta 2 einiges getan.

Die Systemvorraussetzungen bleiben aber im Vergleich zu den ersten beiden Beta-Versionen unverändert:

Mac (Mid 2007 or newer)
MacBook Air (Late 2008 or newer)
MacBook (Late 2008 Aluminum, or Early 2009 or newer)
Mac mini (Early 2009 or newer)
MacBook Pro (Mid/Late 2007 or newer)
Mac Pro (Early 2008 or newer)
Xserve (Early 2009)

Dark-UI: Now Enabeled

Doch zunächst zur neuen, dunklen Seite von OS X: Gerade professionelle Anwender, die den ganzen Tag auf den Screen schauen müssen, freuen sich über den dunkleren Anstrich für die Menüelemente von OS X Yosemite

Wie auf den Screenshots gut zu sehen, verbirgt sich das neue Theme unter „Systemeinstellungen > Allgemein“ und lässt sich dort – genauso wie Erscheinungsbild und Auswahlfarbe – per Drop-Down-Menü aktivieren. Die Veränderungen betreffen allerdings nur die Menüleiste und den Hintergrund des Docks. Auf andere Apps wie beispielsweise den Finder haben die Veränderungen der Dark-UI keinen Einfluss.

Menü-Tweaks

Neben dem dunklen Theme hat Apple beim Sprung von der zweiten auf die dritte Beta noch ein paar kleinere Veränderungen an der Menüstruktur einiger Bereiche von OS X vorgenommen. So hat man am Menüpunkt „iCloud“ der Systemeinstellungen Hand angelegt und die Optik der iCloud-Zentrale in OS X überarbeitet.

Neu dabei ist ein systemweites Profilbild für den iCloud-Account (der mit OS X Yosemite übrigen zum ersten Mal auch als Anmelde-Account genutzt werden kann) sowie eine veränderter Balken für die iCloud-Speichernutzung. Schon seit der ersten Beta mit dabei ist die neue Schaltfläche „Familie verwalten“, hinter der sich die Einstellungen zum Family-Sharing für App-Store-Käufe befinden. Apple hatte dieses praktische Feature in Rahmen der WWDC-Keynote vorgestellt.

Ebenfalls eine Anpassung erfahren haben einige Menüelemente von Mail. Die Schaltflächen wurden im Vergleich zur letzten Beta auf einen flacheren Stil hin überarbeitet.

YosemiteB3_MailEbenfalls neu: Größere Badges an den App-Symbolen von Dock und Launchpad für Benachrichtigungen (neue Mails, neue iMessages etc.) sorgen in der dritten Yosemite Beta für einen besseren Überblick.

YosemiteB3_Appicons

Und auch die Oberfläche von Time Machine bekommt in der dritten Yosemite-Beta eine veränderte Optik spendiert. Statt Sternen im Hintergrund dominiert nun der selbe Milchglaseffekt, den Apple auch im Dock  von Yosemite einsetzt.

YosemiteB3_Timemachine

Schließlich hat auch noch der Quicktime-Player ein neues, flat-designtes Icon erhalten.

YosemiteB3_QuicktimeHands-On-Fazit zur dritten Developer-Preview

Die Entwicklung von OS X Yosemite schreitet gut voran zu gehen, denn wie schon die beiden vorherigen Beta-Versionen macht auch Beta 3 einen sehr stabilen und performanten Eindruck. Einige Textbausteine in den Menüs verfügen aber noch nicht über die passende Formatierung und ragen um Teil aus den Textfeldern hinaus. Zudem tauchten auf meinem MacbookAir 4,1 während des Testens gelegentlich Grafikfehler auf – insgesamt aber nicht schlimm. Durch die dunkle UI-Option gewinnt Yosemite in jedem Fall ein gewichtiges Argument für Pro-Anwender hinzu.

Was mit nach wie vor fehlt, ist eine aktualisierte Version von iTunes (liegt Beta 3 in Version 11.2 bei), sowie Verbesserungen bei der Zuverlässigkeit von Continuity. Das ist laut Apples Seed-Notes zur Beta 3 aber auf dem Schirm. Ich für meinen Teil freue mich nach wie vor wie das berühmte Schnitzel darauf, die fertige Version von OS X Yosemite in die Finger zu bekommen, da Apple endlich konsequent versucht, die Hürden zwischen seinen mobilen und stationären Geräten abzubauen. Man darf weiter gespannt sein, wann Apple die angekündigte Public-Beta starten wird – angesichts des guten Vorankommen dürfte es nicht mehr allzu lange dauern!